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Musikalische Lesung „Michael Kohlhaas“ Heinrich von Kleist

Illustration: © Bert Hülpüsch

Eine musikalische Lesung mit dem Titel „Weil ich in einem Lande, in welchem man mich in meinen Rechten nicht schützen will, nicht bleiben mag“

Einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit!...Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder«.

Heinrich von Kleist erzählt das Schicksal des Rosshändlers Kohlhaas, der in einem blutigen Rachefeldzug Vergeltung für erlittene Ungerechtigkeit übt. Aber statt die Ordnung der Gesetze wieder herzustellen, stürzt er sich und seine Umwelt in heilloses Chaos. Basierend auf wahren Begebenheiten, erzählt Kleists berühmte Novelle von einer Gratwanderung zwischen Gerechtigkeit und Selbstjustiz in ebenso mitreißender wie rigoroser Weise. Bis heute hat Kleist‘s berühmteste Erzählung über den Kampf gegen korrupte Rechtsverdreher und Staatsklüngel nichts an Aktualität eingebüßt.

Es liest: Thomas Dehler

An der Viola da Gamba: Jörg Meder

Thomas Dehler ist Schauspieler, Sprecher und Schauspiellehrender. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Engagements führten ihn u.a. ans Volkstheater Rostock, die „Freien Kammerspiele Magdeburg“, das Stadttheater Bern, Schauspiel Leipzig, das Theater Dortmund u.v.a. Am Schauspiel Leipzig leitete er das Studio der Studierenden der HMT „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Außerdem steht er für Film und Fernsehen vor der Kamera und arbeitet als Sprecher in den verschiedensten Genres.

Jörg Meder studierte zunächst Theaterpädagogik in Frankfurt/Main, anschließend Viola da gamba und Violone an den Hochschulen für Musik und Theater Hannover und Hamburg. Er ist an spartenübergreifenden Projekten interessiert, insbesondere für Jazz und Flamenco. Aktuell spielt er in einem Duo mit dem französischen Saxophonisten Eric Plandé. Seit Oktober 2007 ist Jörg Meder Lehrbeauftragter für Violone und Streichbass des 17. Jahrhunderts an der Hochschule für Musik und Theater, Leipzig.